Phuket
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Town war nicht immer die Hauptstadt Phukets - früher, vor dreihundert
Jahren, war es Thalang im Norden der Insel (Siehe Kurzer
Überblick zur Geschichte Phukets) Phuket Town ist eine mittelgroße
Stadt mit ca. 60.000 Einwohnern und bietet an Sehenswürdigkeiten farbenprächtige
Märkte, chinesische Tempel (ca. ein Drittel der Einwohner von Phuket
Town sind Chinesen) und schöne alte Kolonialhäuser.
Der Ausgangspunkt
für Ihren Besuch in Phuket Town ist die Ranong Road. Hier befindet
sich der größte Markt der Stadt. Er ist bis in den späten
Nachmittag hinein geöffnet, aber am interessantesten ist es dort am
frühen Morgen. An den Ständen werden alle möglichen Dinge
angeboten: es fängt an mit Schnittblumen, Orchideen und köstlichen
tropischen Früchten wie Mango oder Ananas, geht weiter mit Gewürzen
wie Chilis, Knoblauch oder Tamarinde, getrocknetem Fisch und der thailändischen
Garnelenpaste; frische Meeresfrüchte und frisches Fleisch dürfen
natürlich auch nicht fehlen, und zuguterletzt gibt es auch Haushaltsartikel
und Kleidung. Wenn Sie Lust haben, kaufen Sie ruhig etwas Obst (die Mangos
und die Zwergbananen sind besonders lecker!) oder vielleicht einen Zweig
Orchideen.
Wenn Sie den Markt
zur Genüge erforscht haben, gehen Sie zur Ranong Road zurück,
wenden sich nach links, überqueren die Straße und gehen dann
weiter, am Büro der Thai Airways und an dem an der Straße liegenden
thailändischen Tempel vorbei. An der nächsten Straßenkreuzung
können Sie ein Gebäude mit einem chinesischen Dach erkennen.
Dies ist der Put Jaw Tempel, der älteste chinesische Tempel in Phuket
Town. Er ist Kuan Yin, der chinesischen Göttin der Barmherzigkeit
gewidmet. Der
Tempel ist vom künstlerischen Standpunkt aus gesehen nicht besonders
bemerkenswert, sondern eher ein richtig volkstümlicher Schrein, aber
trotzdem interessant. Die mittlere Halle enthält eine farbenprächtige
Statue der Kuan Yin und ihres Göttergefolges und außerdem verschiedene
Wahrsageutensilien, z.B. zwei bauchige Holzblöcke, die von den Gläubigen
auf den Boden geworfen werden. Je nachdem, wie sie fallen, lautet die Antwort
auf eine bestimmte Frage "ja" oder "nein". Es gibt auch zwei Dosen mit
Holzstäben (die mit Nummern versehen sind), die solange geschüttelt
werden, bis einer herausfällt. Dann nimmt man den Stab und geht in
den Raum links von der Haupthalle und sucht in den Kästen dort einen
Zettel mit der gleichen Nummer heraus, der dann denn entsprechenden Wahrsagespruch
enthält. Vergessen Sie nicht, eine kleine Spende in der Box oder auf
dem Altar zu hinterlassen (sie wird zur Instandhaltung des Tempels verwendet)
- der Tempelaufseher schlägt eine kleine Glocke, wenn Sie das Geld
in den Spendenkasten legen!
Eine alte sino-portugiesische Villa in der Krabi Road Während der Put Jaw Tempel zugegebenermaßen etwas schlicht gestaltet ist, ist der gleich nebenan liegende Jui Jui Schrein üppiger und großzügiger ausgestattet. Sie brauchen einfach nur durch das Tor auf der linken Seite der Mauer um den Vorhof von Put Jaw zu gehen und schon sind Sie da. Jui Jui ist Kiu Wong In gewidmet, einem "vegetarischen" Gott (d.h. es dürfen keine Tieropfer gebracht werden). Seine Statue kann auf dem Altar bewundert werden - die rote Gesichtsfarbe weist nicht etwa auf eine wilde, bösartige Gesinnung hin, sondern deutet gemäß der chinesischen Symbolik Güte und Freundlichkeit an. Auch die geschnitzten Portale des Schreins sind interessant. Zu Ihrem nächsten
Ziel gelangen Sie, wenn Sie nach dem Besuch im Jui Jui Schrein zurück
zur Straßenecke gehen, die Ranong Road überqueren und dann immer
weiter auf derselben Straße (Soi Phoo Road) geradeaus gehen, bis
Sie zur Kreuzung mit der Krabi Road gelangen (es ist die zweite Querstraße
nach Ranong Road). Der Weg nimmt nur einige Minuten in Anspruch. Gehen
Sie an der Kreuzung nach rechts und dann noch etwa 50 Meter weiter, bis
Sie einen weiteren chinesischen Tempel sehen, dessen Eingang von zwei Steinlöwen
mit großen Kugeln im Maul "bewacht" wird. (Der Schrein liegt
nicht direkt an der Straße, sondern ein paar Meter weiter hinten)
Dies ist der Sanjao Sam San Tempel. Sie können ruhig hineingehen,
innen befindet sich ein Altar. Dieser Tempel ist der Göttin des Meeres
gewidmet und er wird vor allem als Einweihungsstätte für neue
Boote genutzt, die hier den Segen der Göttin erhalten. Die Atmosphäre
ist hier viel ruhiger und würdevoller als in den beiden anderen Tempeln.
Einige schöne alte Kolonialhäuser bekommen Sie zu sehen, wenn Sie vom Sanjao San Sam Tempel zurück auf die Straße treten und dann in gleichen Richtung wie vorher die Krabi Road entlanggehen. Sie kommen dann an weitläufigen palmenbewachsenen Grundstücken vorbei, in denen sehr schöne alte Villen im sogenannten sino-portugiesischen Stil stehen. Sie wurden von im vorigen Jahrhundert von reichen chinesischen Kauflauten gebaut und bewohnt. Die geschnitzten und bemalten Dachränder und Giebel sind typisch für diesen Baustil. Es gibt eine ganze Reihe von diesen Häusern an der Krabi Road. Gehen sie bis zur nächsten großen Kreuzung (mit der Yawaraj Road) und dann nach rechts (an der Ecke steht ein weiteres interessantes altes Haus). Auf diese Weise gelangen Sie zurück zur Ranong Road (es ist die nächste größere Querstraße). Wenn Sie möchten, können Sie auch noch das Aquarium von Phuket am Cape Panwa besuchen. Nehmen Sie einfach ein Songthaew (die lokale Variante des Taxis) und lassen sich die ca. 10 Kilometer bis zum Aquarium fahren (es gibt aber auch Pendelbusse mit Schildern in englischer Sprache) Das Aquarium beherbergt viele Arten Fische und Meerestiere in großen Becken - sicher sehr interessant, wenn Sie beabsichtigen, auf Phuket zu tauchen oder zu schnorcheln und sich schon einmal einen Einblick in die Meeresfauna verschaffen wollen. Vom Aquarium aus gelangen Sie mit dem Bus oder wieder mit einem Songthaew nach Phuket Town zurück. |
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Zuletzt
geändert 10.02.2007