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Bis in die achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts hinein war Mae Hong Son, Thailands Provinz im äußersten Nordwesten mit der kleinen gleichnamigen Hauptstadt, nur den Nomaden der Bergstämme, Opiumschmugglern sowie der birmanischen Grenzpolizei und der thailändischen Armee bekannt, die sich dort rund ums Jahr Kämpfe miteinander und mit den Drogenbossen lieferten. Ein undurchdringlicher Dschungel bedeckte die nebligen Berge, wo sich sich nur die Leute der Bergstämme und Drogenkarawaren so richtig auskannten. Heutzutage ist der Drogenschmuggel an der Grenze unter Kontrolle (was leider nicht heißt, daß er ganz zum Erliegen gekommen ist; die Heroinproduzenten haben sich einfach hinter die birmanische Grenze zurückgezogen und operieren von dort aus). 


Tempel am Se

Die schönen Landschaften und die faszinierende kulturelle Vielfalt wurden im Westen zuerst durch Journalisten bekannt, die über die miltärischen Konflikte berichteten, und als sich die Situation beruhigte, trafen bald die ersten Touristen in Mae Hong Son ein. Und es gefiel ihnen dort. Inzischen ist die Region für Reisende wirklich sicher und ein wirklich empfehlenswertes Reiseziel. Die Einheimischen entdeckten bald, daß Fremdenverkehr ein durchaus einträgliches  Geschäft ist und mittlerweile gibt es in Mae Hong Son eine gute Auswahl an Gästehäusern, Reisebüros, die Ausflüge und Trekkingtouren anbieten, Restaurants, Andenkenläden und einigen Mittelklassehotels. Sogar ein Vier-Sterne-Hotel befindet sich heute dort (Es ist das Imperial Tara, sehr empfehlenswert). 
 


Blick auf Mae Hong Son 

Das Beste von allem: Mae Hong Son ist trotz all dieser Veränderungen immer noch schön! 

Abgesehen von Besichtigungen in der kleinen Stadt selbst, bieten sich Floß- oder Bootsausflüge auf dem Mae Hong Son Fluß an, Elefantenritte können arrangiert werden, und natürlich auch Ausflugstouren zu den Dörfern der Bergstämme. Am bekanntesten sind die berühmten Padaung Karen, deren Frauen schwere Messingspiralen um die Hälse tragen, so daß diese unnatürlich verlängert wirken. Wanderungen und Trekkingtouren in den Bergen und zu den Stammesdörfern sind ebenfalls sehr beliebt, sollten aber nur mit einem ortskundigen Führer unternommen werden, nicht allein. Der Grund ist, daß Sie irrtümlicherweise die Grenze überschreiten könnten - sie ist an vielen Stellen nicht markiert. 


 
 
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