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Doi Tung heißt "Flaggenberg". Er ist 1800 Meter hoch und befindet sich im äußersten Norden der Provinz Chiang Rai, an der Grenze zu Myanmar (Birma). Doi Tung ist sehr beliebt, zum einen wegen der Mae Fah Luang Gärten und zum anderen wegen des Tempel Wat Doi Tung, der sich auf der Bergspitze befindet. Auch die Fahrt dorthin ist sehr hübsch, da die Straße durch eine schöne Berglandschaft führt, vorbei an Elefantencamps und Dörfern der berühmten Bergstammvölker.

Fahren Sie am besten spätestens um 9 Uhr von Chiang Rai ab. Sie benötigen entwerder einen Leihwagen oder ein Motorrad, falls Ihnen das lieber ist. Die Straße an sich ist in gutem Zustand, aber recht schmal und an vielen Stellen geht es sehr steil hinauf. Auf dem Weg können Sie Abstecher zu den Phong Pha Bat Wasserfällen und einer heißen Quelle machen, aber beide sind nicht besonders sehenswert und Sie können sie getrost überspringen.  Machen Sie aber auf jeden Fall Halt beim Baan Ruammit Elefantencamp, das von Karen (auch: Karieng) geführt wird. Das Dorf ist klein und auf den ersten Blick nicht ungewöhnlich - bis auf einige Souvenirverkäuferinnen trägt niemand traditonelle Kleidung und die meisten Bewohner sind ganz normal aussehende, freundliche Leute. Die wirkliche Attraktion ist das Elefantencamp. Es liegt an einem kleinen Fluß, ist mittelgroß und gut geführt. Die Elefanten können für halbe und ganze Stunden gemietet werden (gönnen Sie sich eine ganze Stunde, wenn es geht). Von einer erhöhten Plattform aus besteigen Sie die Howdah auf dem Elefantenrücken und dann geht es los. Der Mahout lenkt das Tier den Hügel hinauf und dann in den Dschungel. Am Anfang kann es ein bißchen beängstigend sein, so hoch über der Erde auf dem schwanken Rücken des Elefanten zu thronen, aber man gewöhnt sich schnell daran. Das Schöne an einem Elefantenritt ist, daß das Tier einen dorthin tragen kann, wo man mit einem Auto oder Motorrad nicht hingelangt und wohin Fußmärsche ziemlich unbequem wären. Außerdem macht der Elefant keinen Lärm - Sie können alles ganz deutlich hören, die Vögel und die Zikaden und von Ihren erhöhten Sitz aus können Sie auch gut Schmetterlinge sehen oder Orchideen begutachten, die hier und da auf den Astgabeln blühen.

Elefantencamp

Nach dem Ritt sollten Sie Ihren Elefanten auf jeden Fall mit ein paar Bananen oder Zuckerrohrstangen verwöhnen - die Tier wissen das sehr zu schätzen und erwarten es außerdem. Es gibt auch eine kleine offene Cafeteria wo Getränke angebotne werden und von dort lassen sich auch gut die Elefanten beobachten, die  am Flußufer und im Wasser herumplanschen. Elefanten lieben Wasser, ihre Haut muß regelmäßig gut befeuchtet werden und sie sollten deshalb immer Zugang zu Wasser haben - wo das nicht der Fall ist, wird das Camp schlecht geführt und die Tiere leiden. Vermeiden Sie solche Elefantencamps!

Nach dem Besuch im Karen-Dorf fahren Sie weiter nach Doi Tung. Die Straße führt bald mitten in die Berge und wird ziemlich steil. Zu beiden Seiten der Straße bieten sich immer wieder schöne Ausblicke. Doit tung war einer der Lieblingsorte der verstorbenen Mutter des Königs und sie ließ dort eine Residenz erbauen, Doi Tung Moop , der allerdings nicht für Besucher geöffnet ist Besichtigt werden können aber die Gärten und auch ein Akha-Dorf gleich unterhalb des Parkgeländes.

Sie können dort einfache Häuser sehen, spielende Kinder, Hühner, die im Staub nach Körnern picken, und andere ländlich Szenen. Die meisten der Frauen tragen die traditionelle dunkle Tracht, mit Kniestrümpfen, kurzem rock, und dem berühmten, mit Silbermünzen geschmückten Kopfputz. Die Akha dieses Dorfes sind an Touristen gewöhnt und heißen sie als zusätzliche Einkommensquelle willkommen - es werden zahlreiche Andenken angeboten und bei jedem Klicken Ihrer Kamera streckt sich Ihnen mindestens eine Hand entgegen, mit einer Bitte um Geld. Die Akha (auch Hakka genannt) sind der größte Bergstamm Thailands. Sie wanderten vor ungefähr 100 Jahren aus Yunnan ein. Sie sind keine Buddhisten wie die Thai, sondern pflegen einen schamanistisch Ahnenkult. Heute sind sie vor allem Bauern und Viehzüchter, aber sie arbeiten auch als Silberschmiede und stellen ausgezeichnete Weicholzschnitzarbeiten her (ein Beispiel ihrer Kunst sind die Eingangspfosten zum Dorf - betrachten Sie sie ruhig, aber berühren Sie sie nicht, sie würden dadurch entweiht).

Nach dem Besuch im Akha-Dorf kommen als nächstes die Mae Fah Luang Gärten. Die meisten Blumen stammen aus gemäßigten Klimazonen (Doi Tung ist einer der wenigen Orte in Thailand, wo solche  Pflanzen wachsen und die Gärten sind deshalb bei den Einheimischen sehr beliebt). Begonien, Rittersporn, Stockrosen, und Löwenmäulchen blühen hier prächtig. Die Gärten sind hübsch gestaltet und man hat einen guten Ausblick auf die umliegende Berglandschaft. Nehmen Sie sich ruhig Zeit für einen ausgiebigen Spaziergang und danach für eine Tasse Tee oder Kaffee in der einfachen Cafeteria. Der Eintritt in die Gärten kostet 70 Baht.

Auf dem Weg nach Doi Tung

Zum Temel Wat Doi Tung kommen Sie, wenn Sie den Schildern folgen und zum Gipfel hinauffahren. Die Straße windet sich in Serpentinen um den Berg herum und zu beiden Seiten der Straße bieten sich immer wieder wunderbare Ausblicke auf die Täler und Wälder. Es gibt auf Doi Tung zwei Tempel, der erste ist Wat Noi Doi Tung vorbei, der nicht besonders interessant ist. Fahren Sie weiter, bis Sie Wat Doi Tung erreichen. Eine große, mit zwei Nagas (mystische Schlange) verzierte Treppe führt zu einem mit an Posten hängenden großen Tempelglocken geschmückten Pfad.  Oder wandern Sie den Pfad zur Treppe entlang, der mit an Pfosten hängenden großen Tempelglocken gesäumt ist, bis Sie den Tempel erreichen.

Seine zwei kleinen Chedis sind sehr alt, sie wurden schon 911 erbaut. Anscheinend fanden schon damals die Menschen Geschamck an der wunderbaren Aussicht. Es bietet sich ein in der Tat nahezu überwältigender Ausblick auf die Berge OberBirmas, besonders an klaren Tagen. Ein kleiner Sitzplatz lädt zum Verweilen ein, von dort ist die Sicht besonders gut.

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Zuletzt geändert 10.02.2007