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| Das
heutige
Chiang Saen ist vor allem eine ganz normale südostasiatische
Kleinstadt , ein bißchen staubig und verschlafen vielleicht, mit
vielen kleinen einfachen Geschäften, einigen Behörden, ein paar
Gästehäusern, einem Markt (ein Besuch ist besonders vormittags
interessant, wenn das frischeste Obst und Gemüse angeboten werden),
und einigen freundlichen kleinen Restaurants entlang der Hauptstraße.
Die Hauptattraktion des modernen Chiang Saen ist the Fluß – der Mekong. An dessen Ufer die Stadt erbaut wurde. Es gibt eine lange Uferpromenade, auf der Sie auf und ab spazieren und das Treiben auf dem Fluß beobachten können – Boote aus Yunnan in China landen beinahe jeden Tage und jede Menge anderer Schiffe liefern Waren oder transportieren welche ab. Entlang der Promenade befinden sich zahlreiche Verkaufsstände, wo Kleidung, Spielzeug und so weiter angeboten werden. Sie können auch ein Longtailboot chartern und sich eine halbe oder ganze Stunde den Fluß auf und ab fahren lassen. Es werden auch Bootsausflüge nach Laos angeboten, dafür benötigen Sie jedoch ein gültiges Visum (Laos stellt keine Eintagesvisa an der Grenze aus; sie müssen also vor Ihrer Abreise eines bei der laotischen Botschaft beantragen, was ca. 6 Wochen dauert). Das war das moderne
Chiang Saen. Die kleine Stadt hat jedoch eine ruhmreiche Vergangenheit
hinter sich. Chiang Saen war die Hauptstadt des ersten Thai-Königreiches,
das überhaupt auf heutigem thailändischen Territorium errichtet
wurde. Die Stadt wurde im 10. Jahrhunder gegründet, unmittelbar
nachdem die Thail eingewandert waren – vermutliche aus der Gegend der heutigen
chinesischen Provinz Yunnan.
Eine Reihe interessanter archäologischer Stätten, nicht ganz so eindrucksvoll wie Lopburi oder Ayuthaya zwar, sind aus dieser Zeit erhalten. Sie finden sie, wenn Sie von der Uferpromenade aus derjenigen Straße folgen, die im rechten Winkel stadteinwärts abbiegt. Sie können entweder laufen, bis Sie die Überreste der alten, aus roten Ziegeln erbauten Stadtmauern erreichen (es ist etwas über ein Kilometer) oder nehmen Sie ein Tuk-Tuk. Sagen Sie dem Fahrer, dass Sie Wat Pa Sak, Wat Phra Tom Kitti, und das Nationalmuseum besuchen möchten (das sollte nicht viel mehr als 100 oder 120 Baht kosten, inklusive Rückfahrt zum Fluß). Wat Pa Sak bedeutet “Der Tempel im Teakwald” – den Wald gibt es leider nicht mehr, aber ein paar Bäume sind übrigg geblieben und spenden willkommenen Schatten. Im durch die Blätter gedämpften Licht kommt der alte Tempel besonders schön zur Geltung. (Der Eintritt kostet 30 Baht). Die meisten Gebäude sind verfallen, aber der hohe, viereckige Chedi, aus roten Ziegelsteinen erbaut wie die Stadtmauer, ist restauriert worden. Der Stil ist eine Mischung aus Haripunchai (ein anderes altes Lanna-Königreich, nahe Chiang Mai, Sukothai, und birmanischen Elementen (die spitzenartigen Muster der Verzierungen). In den Nischen des Chedi sind anmutige Stuck-Buddhas aufgestellt und lächeln gelassen. Nach dem Besuch von Wat Pa Sak sollten Sie sich zu Wat Phra Thom Kitti fahren lassen. Dieser Tempel ist sogar noch älter; die Fundamente stammen aus dem 7. Jahrhundert (aus der Zeit vor den Thais). Der alte Tempel befindet sich auf einem Hügel; eine lange Treppe mit breiten Stufen führt hinauf. Von hier oben haven Sie einen schönen Blick auf das Bergpanorama, den Fluß, und das Goldene Dreieck. Die folgende, und letzte Station auf Ihrer Besichtigungstour ist das Nationalmuseum. Es ist zwar recht klein, aber einen Besuch wert. Ausgestellt sind nicht nur antike Skulpturen und alte Grenzsteine mit Inschriften, die an den archäologischen Stätten ausgegraben worden sind, sondern auch eine schöne Sammlung von Buddha Statuen im Chiang Saen Stil und zahlreiche Objekte aus dem Alltagsleben der Menschen der Region – Töpferwaren, Waffen, Körbe, Fischfallen, Netze, und so weiter. Außerdem gibt es Informationen zu den verschiedenen Bergstämmen, die in der Region leben, ihre Trachten und ihre Lebensweise. Im Buchladen des Museums gibt es Bücher zu Geschichte, Religion, und Kultur Thailands und seiner nachbarstaaten. Für Naturliebhaber: ca. 4 Kilometer außerhalb der Stadt befindet sich der Chiang Saen See. Ein Tuk-Tuk kann Sie hinbringen. Hier kann man gut spazieren gehen und Vögel beobachten. |
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geändert 10.02.2007