Thailand
Reiseführer -> Erklärungen zu buddhistischen Tempeln
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Bot Der Bot eines Klosters ist die Einweihungshalle, in der neue Mönche in die Klostergemeinschaft aufgenommen werden. Sie können den Bot eines Klosters immer daran erkennen, daß rund um ihn sechs Grenzsteine (Bai Sema) angebracht sind. Innen befindet sich ein Altar und eine oder mehrere Buddhastatuen. In der Regel ist der Bot nur für die Mönche geöffnet.
Unter einen Chedi (man könnte auch Stupa oder Pagode dazu sagen) versteht man ein gewölbtes Gebäude, meistens ziemlich hoch, unter dem Reliquien des Buddhas oder wichtiger religiöser Lehrer begraben sind. Chofahs
sind die vogelähnlichen Dekorationen an den Giebeln der Tempeldächer.
Wenn sie das Coins and Decorations Museum auf dem Areal des Grand
Palace in Bangkok besuchen, können sie im unteren Stockwerk viele
in Glaskästen ausgestellte Chofahs genauer betrachten. An den Chofahs
sind oft kleine Glöckchen angebracht, die im Wind leise klimpern.
Ho Trai ist der Ausdruck für die Bibliothek des Klosters. Es handelt sich in der Regel um ein sehr kleines Gebäude, das die heiligen Schriften und Manuskripte des Wats enthält und meistens besonders prächtig geschmückt ist. In der Zentralen Ebene steht die Hot Trai oft auf Säulen innerhalb eines kleinen Teichs (um die Termiten von den kostbaren Schriften fernzuhalten). Mondop (oft auch: Mandapa) nennt man einen baldachinartigen Aufbau, den in einigen Tempeln zum Beispiel über der Bibliothek mit den heiligen buddhistischen Schriften errichtet worden ist. Naga nennt man die steinernen oder hölzernen Darstellungen von Schlangen, die oft um den Dachrand herum oder, vor allem im Norden Thailands, zu beiden Seiten einer Treppe angebracht sind. Die Naga ist eine mystische Schlange, die den buddhistischen Schriften zufolge den Buddha bei der Mediation beschützte. Es gibt auch viele Standbilder, bei denen die Naga in Gestalt einer aufgerichteten Kobra ihre Halskrause schützend über den Kopf eines sitzenden Buddhas hält. In der Kunst der Khmer, wie sie z.B. in den Ruinen von Phimai oder Prasat Phanom Rung erhalten ist, gibt es ebenfalls schöne Darstellungen zu diesem Thema. Ein Prang ist ebenfalls ein Chedi und zwar ein Chedi im Stil von Ayuthaya (der wiederum von den Khmer beeinflußt worden ist, siehe Kurzer Überblick zur Geschichte Thailands). Prangs sind höher und schlanker als normale Chedis und erinnern von der Form her an eine Getreideähre. Viele der Chedis in Wat Phra Kaew sind zum Beispiel Prangs.
Ein Sala
ist ein offener Pavillon. Einige Viharns sind in diesem Stil erbaut.
Der Viharn eines Klosters ist die Gebetshalle (ein Kloster kann auch mehr als einen Viharn haben). Es ist meistens das geschäftigste Gebäude des Tempels, denn der Viharn ist für jedermann offen (vorausgesetzt, der Besucher hält sich an die Regeln für das Benehmen in Tempeln). Genau wie in den Bots befinden sich innen ein Altar und ein oder mehrere Buddhastandbilder. Unter dem Begriff Wat versteht man ein thailändisches buddhistisches Kloster oder einen Tempel. In der Regel handelt es sich nicht um eine einzelnes Gebäude, sondern um eine Gruppe von Schreinen, Kapellen, Türmen (Chedis) und anderen Gebäuden innerhalb eines von einer Mauer umgrenzten Platzes. |
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