Bagkok
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Morgentour
Dieser
Auflug führt Sie zuerst in das Herz des modernen Geschäftsviertels
von Bangkok, dann als Kontrast zu zwei traditionellen thailändischen
Wohnsitzen und zum Schluß zu Wat Arun, dem berühmten
"Tempel der Morgenröte" in Thonburi. Am besten beginnen Sie
späetestens um 10.00 Uhr morgens (und frühstücken Sie vorher
gut, denn diese Tour ist ziemlich anstrengend!)
Ausgangspunkt ist die Rama I. Road. Wenn Ihr Hotel nicht in der Nähe liegt, nehmen Sie ein Taxi und bitten den Fahrer, Sie am World Trade Center abzusetzen, an der Kreuzung von Rama I. Road und Ratdmri Road. Dies ist eine der geschäftigsten Einkaufsstraßen Bangkoks. Zum World Trade Center gehören ein großes Kaufhaus, zahllose kleinere Geschäfte, restaurants und sogar Tennisplätze. Direkt gegenüber auf der anderen Seite der Straße liegt das elegante Hotel Grand Hyatt Erawan mit dem bekannten Erawan-Schrein. Dieser Schrein steht bei den Bangkokern im Ruf, Wünsche zu erfüllen, besonders in Liebesangelegeniten und im Glücksspiel und ist stets gut besucht - die Menschen entzünden Weihrauchstäbchen oder bringen duftende Blumengirlanden als Opfer dar und gelegentlich gibt es auch kurze Lakhon-Vorführungen (traditioneller thailändischer Tanz), finanziert von einem dankbaren Gläubigen, dem der Schrein das erhoffte Glück gebracht hat. Nach
dem Besuch des Schreins gehen Sie am besten auf der rechten Seite der Rama
I. Road zurück, am World Trade Center vorbei, und dann weiter zum
Siam
Square, der mit weiteren Geschäften, vor allem für
Kleidung und Schmuck, aufwarten kann. Ungefähr in der Mitte
des Platzes befindet sich das Siam Interconti Hotel - falls Sie
vom Einkaufen müde sind, möchten Sie hier vielleicht ein kleines
Mittagsessen oder eine Tasse Tee zu sich nehmen. Das Hotel hat einen großen
und sehr hübschen Garten.Wenn das Hotel nicht nach Ihrem Geschmack
ist, Sie aber trotzdem eine eine Ruhepause und vor allem eine Abwechslung
vom Lärm und den Abgasen der Straße gebrauchen könnten,
besuchen Sie doch Wat Pathumwanaram - der Tempel liegt etwas
versteckt hinter hohen weißen Mauern mit Lotosblumenreliefs, ist
aber für die Allgemeinheit geöffnet. Spektakuläre Kunstschätze
finden Sie hier nicht, wohl aber eine sehr angenehme Oase der Ruhe inmitten
der Hektik der Großstadt. Setzen Sie sich einfach auf eine der Bänke
oder gehen Sie ein bißchen spazieren. Direkt hinter dem Tempel
beginnt ein wahres Wirrwarr kleiner Gassen und Gäßchen mit vielen
schattenspendenden
Bäumen und hübschen alten Häusern. Wenn Sie jetzt doch
hungrig geworden sind, gehen Sie zur Straße zurück und immer
weiter geradeaus, bis Sie zur Kreuzung mit Phaya Thai Road gelangen - leicht
zu erkennen an dem großen Kaufhaus, Mahboonkrong Shopping Centre.
Im 6. Stock finden Sie eine Lebensmittelabteilung mit vielen kleinen Essensständen,
die hygienisch zubereitete Köstlichkeiten aus der thailändischen
Küche anbieten - zu vernünftigen Preisen und sehr empfehlenswert.
Als nächstes Ziel steht das bekannte Jim Thompson Haus auf dem Programm. Halten Sie ein Taxi an und bitte Sie den Fahrer, Sie zum Jim Thompson Haus in der Soi Kaseman zu bringen (Vorsicht: es gibt zwei Jim Thompson-Häuser, das eine ist ein Seidengeschäft - dort wollen Sie aber nicht hin, sondern Sie wollen zum Jim Thompson Museum. Auch hier bewährt sich wieder eine kleine Karte mit dem Fahrtziel und der richtigen Adresse in thailändischer Schrift). Im Bangkok der sechziger Jahre war der Amerikaner Jim Thompson eine berühmte Persönlichkeit und sein Name ist auch heute noch bekannt. Er war ursprünglich Architekt, wurde aber im Zweiten Weltkrieg einberufen und gelangte als Geheimdienstoffizier nach Südostasien. Südostasien muß ihm gefallen haben, denn nach dem Krieg entschied er sich, dort zu bleiben und ließ sich in Bangkok nieder. Jim Thompson war ein großerer Bewunderer der thailändischen Kultur und des thailändischen Kunsthandwerkes; besonders am Herzen lag ihm die Wiederbelebung der traditionellen Techniken der Seidenweberei. Daß die thailändischen Seidenstoffe heute in der ganzen Welt für ihre Schönheit und Qualität bekannt sind, ist zu großen Teilen Jim Thompson zu verdanken. Am 27. März 1967 verschwand Jim Thompson, der sich gerade auf einer Reise durch Malaysia befand, spurlos in den Cameron Hills und wurde seitdem nie mehr gesehen. (Manche Leute glauben, daß er aufgrund seiner früheren Verbindungen zum Geheimdienst ermordet wurde, doch diese Theorie konnte - natürlich - nie bewiesen werden). Sein bezauberndes traditionelles Thai-Haus, das er im Jahre 1959 baute (oder eher, wiederaufbaute, siehe unten), wurde nach seinem Verschwinden in ein Museum umgewandelt, das Sie nun besichtigen werden. Das
Museum besteht aus sechs wunderschönen Holzhäusern, die
meisten von ihnen antik. Sie wurden alle von Jim Thompson der Umgebung
von Bangkok und Ayuthaya gefunden, zerlegt und in Bangkok wieder aufgebaut.
Die Gebäude stehen auf Stelzen, ein Stock über dem Erdboden (das
ist die traditionalle thailändische Bauweise, eine Vorsichtsmaßnahme
im Fall von Überschwemmungen, die im Chao Phraya Tal sehr häufig
vorkommen). Umgeben sind die Gebäude von einem üppigen Garten
mit grünen Bäumen und Orchideen und sie sind innen mit
den denkbar hübschesten antiken Möbeln, Kronleuchtern und
thailändischen Kunstobjekten ausgestattet. Der Besuch dieses Museums
ist wirklich sehr empfehlenswert - es ist fast wie eine Reise in die Vergangenheit.
Es finden in regelmäßigen Abständen Führungen (in
englischer Sprache) statt; die erste beginnt um 9.00 Uhr, die letzte um
16.30 Uhr. Das Jim Thompson Haus wurde schon zu Jim Thompsons Lebzeiten
viel bewundert und wird heute, wie gesagt, als Museum geführt, mit
einem Andenkenladen und einer angenehmen Cafeteria im Garten, die zum Verweilen
einlädt.
Wenn Ihnen das Jim Thompson Haus gefallen hat, mögen Sie sicher auch Suan Pakkad (ansonsten überspringen Sie diesen Punkt einfach und machen gleich weiter bei Wat Arun. Suan Pakkad heißt übersetzt ganz prosaisch "Kohlfeld" - es ist aber, wie das Jim Thompson Haus, ein traditioneller thailändischer Wohnsitz, der aus einer Gruppe von Holzhäusern in einem schönen Garten besteht . Früher war es die Residenz der könglichen Prinzessin Chumbot und ihres Ehemannes, wird aber heute als Museum geführt. Die Gebäude sind mit sehr interessanten Antiquitäten, z.B. besonders fein gearbeiteten Manuskript-Schränken mit Lackverzierungen, Statuen im Khmer oder Dvaravati-Stil und Tongefäßen aus den Ausgrabungsstätten bei Ban Chiang ausgestattet (die Prinzessin war eine begeisterte Sammlerin neotlithischer Kunst). Das schönste Stück ihrer Kunstsammlung ist allerdings der Lackpavillion, ein kleines Gebäude mitten im Garten. Der Lackpavillion wurde aus den Überresten zweier antiker Ho Trais (Tempelbibliotheken) aus Ayuthaya zusammengesetzt. Von besonderem Interesse sind die Innenwände, die ganz und gar mit schwarzgoldenen Lackpaneelen ausgekleidet sind - diese Lackarbeiten zählen zu den schönsten, die es in überhaupt gibt, und zeigen Szenen aus dem Leben Buddhas, aber auch interessante Details aus dem Alltagsleben des alten Ayuthaya, zum Beispiel auch Abbildungen der ersten Europäer, die im 17. Jahrhundert Ayuthaya besuchten. (Suan Pakkad ist jeden Tag außer Sonntags von 9.00 Uhr bis 16.00 Uhr geöffnet.) Von Suan Pakkad gelangen Sie am besten mit dem Taxi nach Wat Arun - sie können den Fahrer entweder bitten, Sie in Thonburi direkt vor dem Tempel abzusetzen, oder aber (das ist interessanter) Sie nur bis zur Bootsanlegestelle Tha Tien Landesteg zu bringen. Von hier fahren alle Viertelstunde kleine Fährboote ab, die den Fluß überqueren und vor Wat Arun anlegen. Fragne Sie die Leute am Steg nach Wat Arun, sie zeigen Ihnen dann den richtigen Pier. Wat Arun ist auch unter dem Beinamen "Tempel der Morgenröte" bekannt - am schönsten ist ein Besuch allerdings am späten Nachmittag, nach vier Uhr, in der halben Stunde, bevor der Tempel geschlossen wird - dann sind die meisten Besucher schon gegangen und Sie können sich alles in Ruhe anschauen. Das bekanntestes Bauwerk von Wat Arun ist der berühmte 79 Meter hohe Prang im Khmer-Stil, eine besondere Art Chedi (Turm), der nicht glockenförmig ist, sondern an eine Art aufrecht stehenden Maiskolben erinnert. Vier kleinere Prangs sind um den großen Turm gruppiert und alle sind über und über mit farbigen Mosaiken aus Porzellan und Fayence geschmückt. Die fünf Prangs symbolisieren das buddhistische Universum mit dem heiligen Berg Meru (dargestellt durch den zentralen Chedi) in der Mitte. Eine große Treppe führt zu einer den Prang umlaufenden Terrasse, von der Sie einen schönen Ausblick auf Bangkok am gegenüberliegenden Ufer haben. |
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geändert 10.02.2007