Hongkong
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Bis vor einigen Jahren waren die New Territories (das große Gebiet nördlich von Kowloon) ein idyllischer, ländlicher Ort mit schönen Berglandschaften, duftenden Wäldern, viel Landwirtschaft und nur einigen wenigen kleinen Dörfern. Das hat sich allerdings inzwischen grundlegend geändert! Infolge des großen Bevölkerungswachstums in Hongkong wurden mehr und mehr Wohnanlagen in den New Territories gebaut, die die sogenannten New Towns bilden. Infolgedessen
ähneln die einst so idyllischen New Territories inzwischen mehr einer
regelrechten Betonwüste mit lauter langweiligen 20 bis 30 Stockwerke
hohen Wohnblöcken. Außerhalb der New Towns sind die schönen
Berge und Wälder aber natürlich noch da, und größere
Teile Land wurden sogar in Naturparks umgewandelt, in denen man
schöne Wanderungen unternehmen, Schmetterlinge beobachten (es gibt
erstaunlich viele verschiedene und vielfarbige Arten zu sehen) and schöne
einsame Sandbuchten zum Baden entdecken kann. Wenn Ihnen mehr als die üblichen
drei oder vier Tage für Besichtigungen zur Verfügung stehen,
sollten Sie sich unbedingt die Zeit nehmen, die New Territories in aller
Ruhe und gemächlich zu erforschen.
Auch wenn Sie nur einen Nachmittag oder Vormittag Zeit haben, können Sie zumindest den Tempel der 10.000 Buddhas besuchen. Es ist vom KCR Bahnhof aus nur ein kurzer Spaziergang zum Tempel. Wenn Sie die Station verlassen, halten Sie sich links und gehen geradeaus, bis Sie Pai Tau Street erreichen. Von dort aus ist der Weg ausgeschildert, die hohe Pagode ist außerdem auch schon aus der Ferne sichtbar. Der Tempel wurde erst im Jahre 1950 gegründet und wurde in einen Hang hineingebaut.; Auf der ersten Ebene befinden sich eine große Pagode mit geschmückten Pavillons an beiden Seiten und die untere Tempelhalle. An den inneren Wänden der unteren Halle sind überall Borde mit kleinen goldenen Buddhastatuen angebracht, es sollen über 10.000 sein, und man sagt, jede sei in einer anderen Haltung dargestellt - von diesen kleinen Figürchen leitet sich der Name des Tempels her. Daneben gibt es in der Halle auch den üblichen Altar mit großer vergoldeter Buddhastatue. In den oberen Ebenen des Tempels befinden sich die Ahnenhallen - da der Tempel in den Hang hineingebaut worden ist, gibt es eine Menge Stufen (Sie können aber auch den Fahrstuhl nehmen.) Die Ahnenhallen sind große Räume voller Nischen in den Wänden, in denen je eine Urne steht, und die mit einer Kachel abgedeckt sind, auf der der Name des Toten und ein Photo angebracht sind. Draußen vor den Hallen werden in kleinen Öfen Opfergaben verbrannt, z.B. "Geistergeld" oder Nahrungsmittelnachbildungen aus Pappe. Ein Verkaufsbüro für die Begräbnisplätze in den Ahnenhallen ist auf der gleichen Ebene zu finden - alle bekannten Kreditkarten werden akzeptiert (damit die ewige Ruhe ohne lästige Wartezeiten beginnen kann). Von der obersten Ebene des Tempels haben Sie einen herrlichen Blick auf die Skyline von Sha Tin und die gezackten Berge dahinter.
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Zuletzt
geändert 10.01.2005