Bali Reiseführer -> Surfen, Schnorcheln & Tauchen in Bali


 
Bali verfügt über zahlreiche interessante Tauchgründe. Die Temperaturen bewegen sich das ganze Jahr über um angenehme 27 Grad. Die beste Zeit zum Tauchen ist allerdings die Trockenzeit (weil dann das Meer weniger aufgewühlt und die Sicht besser ist), d.h. die Monate zwischen April und Oktober. Es gibt auf Bali, gerade im Süden der Insel, eine große Zahl von Tauchschulen, die Unterricht (PADI, SSI, CMAS und POSSI, das letzere ist das lokale indonesiche Zertifikat) und Ausflüge anbieten.

Viele der besten Tauchgründe befinden sich nahe der Küste,so daß keine langen Anfahrten mit dem Boot erforderlich sind und die Riffe sind meistens noch intakt und beherbergen neben vielen farbenfrohen, tropischen Fischen auch Delphine, Schildkröten, Blauwale und Seeschlangen.

Ost- und Nordküste

Die besten Tauchgebiete an der Ostküste sind Padang Bay und Candi Dasa; etwas weiter nördlich liegen Tulamben und Amed. In der Nähe von Singaraja, ganz im Norden der Insel, befindet sich Lovina. Etwas westlich davon liegt Pemuteran an der allerwestlichen Spitze der Insel Labuan Lalang, das Ausgangsüunkt für Ausflüge nach Menjangan ist. Menjangan ist eine unbewohnte Insel vor der Nordwestküste und gilt als bestes Tauchgebiet Balis mit ihren 7000 Hektar unberührter Korallenriffe, die als Teil des Bali Barat Nationalparks geschützt sind.

Batu Tiga  ( Drei Felsen) kann mit dem Boot von Candi Dasa oder Padang Bay bequem erreicht werden. Man kann hier nicht nur tauchen, sondern natürlich auch gut schnorcheln. Die durchschnittliche Wassertiefe beträgt 20 Meter und die Sicht ist gut. Snapper, Stachelrochen, Muränen und kleine Haie können hier beobachtet werden.

Amed ist ein ausgezeichneter Platz zum Schnorcheln; sowohl in Strandnähe als auch weiter draußen am Riff mit seinen vielen Schwämmen und harten und weichen Korallen und natürlichen vielen kleineren und größeren  Fischen.

Tulamben ist vor allem wegen des Wracks der US Liberty beliebt, eines amerikanichen Kriegsschiffes aus dem Zweiten Weltkrieg. Wöhrend des großen Ausbruchs des Gunung Agung in 1963 zerbrach das Schiff in zwei Hälften und liegt jetzt nahe der Küste. Der Schiffsrumpf ist mit Korallen bedeckt und die zahlreichen Fische sind geradezu handzahm.

Lovina ist nicht nur ein beliebter Badeort, sondern bietet auch gute Schnorchelgründe, da das Wasser kristallklar ist. Die Korallen in den Bucht sind inzwischen geschützt (früher wurden sie zur Herstellung von Kalk verwendet).

Die Korallen bei Pemuteran  wurden leider ebenfalls in früheren Zeiten geschädigt und zwar durch Dynamitfischerei. Inzwischen sind sie aber geschützt und sie haben sich erholt. Neben zahlreichen tropischen Fischen gibt es auch Schildkröten zu beobachten, die im nahegelegen Schutzgebiet von Menschen aufgezogen und dann freigelassen werden. Direkt am Strand gibt es gute Schnorchelgründe.

Menjangan Island bietet verschiedene Tauch- und Schnorchelgründe, alle mit guter Sicht und in exzellentem Zustand. Neben den 7000 Hektor umfassenden Korallenriffen  gibt es auch ein Wrack zu erforschen. Die Insel ist in 30 Minuten per Boot von Labuan Lalang zu erreichen.

Südküste

Im Süden Balis ist das Riff von Sanur recht beliebt und gut erreichbar; außerdem gibt es die beiden Außeninseln Nusa Penida und Nusa Lembongan.

Sanur verfügt über ein Riff mit interessanten Korallenformationen, Schwämmen und vielen farbigen Tropenfischen. Das Riff ist bei den Tauchschulen als Übungsgebiet sehr beliebt, vor allem wegen seiner Nähe zu den Touristenzentren im Süden.

Nusa Penida ist 1 1/2 Stunden von Bali entfernt und kann mit geradezu spektakulären und nahezu unberührten Tauch- und Schnorchelgebieten aufwarten. Eine Vielzahl von harten und weichen Korallen, bunten Tropenfischen, Müranen und kleinen Haien sind hier zuhause. Nusa Penida selbst hat keinerlei touristische Infrastruktur; es werden jedoch Tauchausflüge von Bali angeboten.

Nusa Lembongan  dagegen ist touristisch recht gut erschlossen (die Insel ist ein beliebtes Tagesausflugsziel unter Bali-Urlaubern). Die besten Tauchplätze befinden sich an der Nordspitze der Insel und heißten Mangrove Point, Crystal Bay und Blue Corner Tip. Achtung: einige der Tauchgründe sind nur für erfahrere Taucher geeigtet. Am Manta Point können in der entsprechenden Saison große Mantarachen beobachtet werden, die sich hier zur Paarung einfinden.

Windsurfen

Bali ist als Paradies der Windsurfer bekannt. Die besten Plätze sind Kuta und Uluwatu, wobei Kuta am bekanntesten ist. Infolgedessen ist es dort oft regelrecht überfüllt. Die Wellen sind in der Trockenzeit (April bis Oktober) oft recht klein, aber durchaus geeignet. Surfen in Kuta ist jedoch wegen der starken Unterströmungen nicht ganz ungefährlich, also seien Sie bitte nicht leichtsinnig. Fast jedes Jahr ertrinken dort leider ein oder mehrere Surfer, die die nötigen Vorsichtsmaßnahmen nicht beachten.

Uluwatu ist weniger bekannt. Der Strand liegt unterhalb des bekannten Uluwatu-Tempel, der auf 60 meter hohen Kalkfelsen erbaut wurde. Die Wellen sind hier sehr hoch und das Surfen erfoderdert sehr viel Geschicklichkeit. Uluwatu gilt als einer der schwierigsten Surfplätze der Welt.

Außer diesen beiden Plätzen gibt es auf dem Bukit, der südlichen, Bali vorgelagerten Halbinsel, noch einige andere gute Strände, wie Padang Padang oder Dreamland.
 

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Zuletzt geändert 10.01.2005